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Contigo

Kaum einer spricht darüber - die Täter nicht und die Opfer nicht. Unter dem Phänomen aber leiden Viele: Mobbing. Es beginnt schleichend, jemand sucht sich ein Opfer, testet, wie das Opfer reagiert, spürt keinen Widerstand, macht weiter, fühlt sich stark, andere beobachten, halten still, mischen sich nicht ein (wer will schon uncool sein?), lassen gewähren. So nimmt das Unheil seinen Lauf, überall - auch an der Marienschule, wie an jeder anderen Schule auch. Doch wie gesagt, man spricht nicht darüber.

Doch jetzt soll Schluss damit sein!! Seit Jahren schon spießt eine Gruppe von Lehrerinnen, Eltern und Schülern, die Wertegruppe, Themen auf, die für die Schulentwicklung wichtig sind. Frau Schwarzer-Wieczorek, die Beratungslehrerin der Marienschule und MItglied der Gruppe, ergriff die Initiative und brachte den Verein "Contigo - Schule ohne Mobbing" ins Spiel und an die Marienschule. Über ein ganzes Schuljahr hinweg wurde das Thema Mobbing zum gemeinsamen Projekt. Alle, wirklich alle, Mitglieder der Schulgemeinschaft waren involviert. Es gab Fortbildungen und einen kompletten Studientag für die Kollegen, es gab Fortbildungen für die Eltern und selbstverständlich für die Schüler. Immer ging es dabei um die Fragen: Wie erkenne ich, ob es sich bei Auseinandersetzungen um Mobbing handelt? Was tue ich? An wen wende ich mich? Wer hilft den Opfern, den Beobachtern?

Am 6.Juli 2015 gab es einen einen kleinen Festakt: Der Vorsitzende des Vereins Contigo, Walter Taglieber, überreichte der Katholischen Marienschule Potsdam eine Urkunde und ein Schild, das uns als "Schule ohne Mobbing" ausweist.

Doch Schilder reichen nicht aus, sind geduldig. Selbstverständlich gibt es weiterhin regelmäßige Treffen von Kollegen, die sich austauschen, beraten und einfach wachsam sind. Eltern stehen bereit zu helfen, wenn sich ihnen jemand anvertraut. Und die Schüler?

Sie sind zum einen sensibilisiert und begeben sich in Konfliktfällen hoffentlich in andere, offene, Formen der Auseinandersetzung statt zu mobben. Wenn es denn aber zu Mobbing kommt, wissen sie sich von nun an zu helfen.

Zudem schärfen wir in diesem Schuljahr die Aufmerksamkeit  der Schüler, indem wir eine Theatertruppe, Eukitea" an die Schule geholt haben, die altersgerechte Theaterstücke zum Thema Mobbing aufführt.

Thomas Rathmann

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Marienschule – zertifiziert als Schule ohne Mobbing

Der Ausdruck „Ich werde gemobbt...“ hat mittlerweile Eingang in die Alltagssprache gefunden. Dabei dient der Begriff Mobbing als Bezeichnung für alle möglichen Konfliktsituationen und wird nicht unterschieden von kurzzeitigen Konflikten, Streitereien oder aggressiven Auseinandersetzungen. Bei Mobbing handelt es sich jedoch nicht um einen normalen Konflikt. Mobbing geschieht immer vorsätzlich! Es beschädigt das Selbstvertrauen, die Lernmotivation, die Gesundheit und auch die Menschenwürde der Mobbing-Opfer. Mobbing ist die Lust am Quälen und am Missbrauch der Macht. Mobbing vergeht nie von allein. Das Mobbing-Opfer kann sich nicht ohne Hilfe von außen aus der Situation befreien.
Die Marienschule möchte das demokratische und gewaltfreie Zusammenleben ihrer Schülerinnen und Schüler fördern. Dies wird insbesondere verwirklicht durch ein komplettes Anti-Mobbing-Programm, das von Schülern, Eltern und Lehrern gemeinsam getragen wird.
Wir wollen dem Mobbing unter Schülerinnen und Schülern vorbeugen bzw. durch entsprechende Interventionsmethoden Einhalt gebieten. Aus diesem Grund hat sich die Marienschule im Jahr 2014 entschlossen, am Programm „CONTIGO – SCHULE OHNE MOBBING“ teilzunehmen, das der Verein Contigo e.V., Berlin, anbietet. Im Rahmen dieses Programms wurden Schüler, Eltern und Lehrer durch Projekttage, Studientage und andere Veranstaltungen fortgebildet. 
Ein Kernpunkt des Programms ist die Einrichtung niedrigschwelliger Meldesysteme für Betroffene:
So können sich Schülerinnen und Schüler, die sich gemobbt fühlen, an Gleichaltrige wenden, die als „niedrigschwellige Meldestelle“ eine entsprechende Ausbildung erhalten haben und zunächst beruhigen und vermitteln. Sie geben die Meldung vertraulich an die Lehrergruppe weiter, die nun alles was nötig ist, in die Wege leitet, um den Mobbingprozess zu stoppen.
Die Eltern der von Mobbing betroffenen Schüler sind oft ratlos und begehen manchmal schwere Fehler, indem sie sich z.B. direkt an die Mobbingbetreiber oder gar an deren Eltern wenden. Um betroffenen Eltern die Möglichkeit vertrauensvoller Ansprache zu bieten, gibt es an der Marienschule eine Elterngruppe, die ebenfalls eine besondere Schulung erhalten hat, wie Gespräche geführt werden und wie die Informationen vertraulich an die ausgebildeten Lehrer weitergegeben werden.
Eine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern der Marienschule hat eine intensive Weiterbildung von 6x3 Stunden zu den Bereichen Gesprächsführung mit Mobbingopfern und möglichen Interventionsmethoden bei Mobbing absolviert. Diese Lehrerinnen und Lehrer können natürlich auch direkt von den Betroffenen kontaktiert werden.
Darüber hinaus gibt es an der Marienschule zwei Lehrerinnen, die in einer mehrmonatigen berufsbegleitenden Fortbildung die Qualifizierung zum „Anti-Mobbing-Coach“ erworben haben.
Die Marienschule hat das Anti-Mobbing-Programm im Sinne des Vereins Contigo e.V. erfolgreich durchlaufen. Sie hat ein entsprechendes Zertifikat erhalten und ist damit berechtigt, eine Tafel „ Schule ohne Mobbing“ anzubringen. Am 6. Juli 2015 erhielt die Marienschule im Rahmen einer Feierstunde aus den Händen von Walter Taglieber, dem 1. Vorsitzenden des Vereins Contigo und Autor der „Berliner Anti-Mobbingfibel“, die Tafel, die seitdem im Eingangsbereich angebracht ist.
Wir sind stolz auf die gemeinsame Arbeit und werden weiter sehr wachsam sein, damit sich unsere Schülerinnen und Schüler jederzeit wohlfühlen können.

M. Schwarzer-Wieczorek, September 2015

Schülergruppe: 
Henri (8b), Thea (9b), Tom (9b), Hannah (10b), Konstantin (10b), Florian (11), Moritz (11), Annabelle (12), Florian (12)

Elterngruppe:
Frau Stephan, Frau Rüssel, Frau Neis, Frau Bolze, Frau Krupok, Herr Rosenzweig, Frau Leschke, Frau Michler, Frau Over-Bernert, Frau Nowak, Frau Frühauf, Frau Beck, Frau Maes, Frau Dicker, Frau Elgeti

Lehrergruppe: 
Frau Schultz, Frau Twardawa-Lüth, Frau Schumann, Frau Morbach, Frau Wentker, Frau Cuber, Frau Kühr, Frau Dahms, Frau Samek, Frau Horbach-Krautzun

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Anti-Mobbing Coaches: 
Frau Daniela Schultz

Hilfreiche Internetadressen:
www.schueler-mobbing.de  
informiert und bietet eine geschützte Plattform
http://mobbing.seitenstark.de/
informiert Kinder, Lehrkräfte und Eltern auf speziellen Seiten. Es gibt u.a. eine umfassende Literaturliste für Kinderbücher zu dem Thema sowie Materialien für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern
www.mobbing-schluss-damit.de
Telefonnummer gegen Kummer 0800 111 0333